Wegen der vermehrten Nachfrage und um Missverständnisse auszuschließen, informiert der vkm darüber, dass die Arbeitsrechtliche Kommission der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) im September 2021 keine zweite Corona-Prämie als Einmalzahlung beschlossen hat.

Beschlossen wurde eine Entgelterhöhung für die Angestellten in Höhe von zwei Prozent ab dem 1. April 2022 bei einer Laufzeit von zehn Monaten. Mitarbeitende, die Rufbereitschaften leisten, erhalten zusätzlich pro geleisteter Rufbereitschaft eine Pauschale von 35,- € (Montag bis Freitag) bzw. 45,- € (Samstag und Sonntag) und zwar unabhängig davon, ob sie tatsächlich zum Dienst gerufen werden.

Verhindern konnte der vkm eine Eigenbeteiligung der Mitarbeitenden für ihre Altersversorgung in der Evangelischen Zusatzversorgungskasse (EZVK) bis mindestens 2025. Die Beiträge zur Altersversorgung in Höhe von derzeit 6,2 Prozent werden komplett vom Arbeitgeber finanziert. Dies unterscheidet die EKHN vom Öffentlichen Dienst, bei dem die Beschäftigten erhebliche Eigenanteile zur Finanzierung ihrer Betriebsrente aufbringen müssen.

In Hinblick auf den Krankengeldzuschuss konnte der vkm deutliche Verbesserungen für die Beschäftigten der EKHN durchsetzen: Alle Mitarbeitenden, die mehr als drei Jahre im Dienst der EKHN stehen, erhalten ab dem 01.04.2022 statt wie bislang lediglich sechs Wochen nun bis zu 39 Wochen lang vom Arbeitgeber einen Krankengeldzuschuss in Höhe von 40 Prozent ihrer Vergütung zusätzlich zum Krankengeld (60 Prozent) ihrer Krankenkasse.

Diese Absicherung im Krankheitsfall sucht sowohl in der kirchlichen, als auch in der öffentlichen Tariflandschaft ihresgleichen und entlastet die Beschäftigten von teuren Privatversicherungen für den Fall einer längeren Erkrankung.