von Sabine Hübner

Zu Beginn dieses Jahres wurden die Früchte unserer letzten Entgeltverhandlung erneut sichtbar:
Es gab nochmals einen Gehaltszuwachs von 3,6 Prozent für alle Beschäftigten in der hessen-nassauischen Kirche. Ab Herbst geht es in der Arbeitsrechtlichen Kommission um die nächste Entgelterhöhung, denn die bestehenden Regelungen laufen am 31.01. 2021 aus.
Im vergangenen Jahr hat sich die Arbeitnehmerseite in der Arbeitsrechtlichen Kommission der EKHN mit der Überarbeitung bzw. Anpassung der kirchlichen Dienstvertragsordnung (KDO) beschäftigt. Ziel war es, die KDO zum Wohle der Angestellten weiterzuentwickeln.
Wir haben erreicht, dass künftig allen Kolleginnen und Kollegen bei der Übernahme von höherwertigen Tätigkeiten die Eingruppierung der zu übernehmenden Stelle bezahlt wird, statt wie bislang lediglich der Differenzbetrag zur nächsthöheren Entgeltgruppe.
Wir haben uns auch erfolgreich dafür stark gemacht, dass Kolleginnen und Kollegen, die Praxisanleitungen durchführen, für die Übernahme dieser zusätzlichen Verantwortung eine Zulage erhalten.
Eine weitere Position war die Veränderung des § 33 Absatz 5 KDO, in dem es um die Zahlung des Zeitzuschlags für Dienste zu ungünstigen Zeiten (z.B. Teilnahme an abendlichen Sitzungen) geht. Der Zeitzuschlag für diesen „Bürodienst“ wurde bisher kaum gewährt. Mit der Neuregelung dieses Paragraphen haben auch Mitarbeitende im Verwaltungsdienst Anspruch auf einen entsprechenden Zeitzuschlag.
Da es immer wieder Probleme bzw. Rechtsunsicherheiten in Hinblick auf die Probezeit gab, wurde hierzu eine Klarstellung vorgenommen. Zudem wurde die Ordnung über die freiwillige betriebliche Altersversorgung den neuen gesetzlichen Vorgaben angepasst.
Ein weiteres großes Thema ist schon seit dem vergangenen Jahr die Einführung eines Jobtickets für die Mitarbeitenden der EKHN. Die mit dem Klimawandel einhergehenden Probleme beschäftigen uns alle. So ist es nur konsequent, sich dafür einzusetzen, dass noch mehr Mitarbeitende ihren Arbeitsplatz möglichst klimaschonend erreichen. Wie Ihnen bekannt ist, wurde eine Umfrage unter den Beschäftigten zum Jobticket durchgeführt. Über die Ergebnisse halten wir Sie auf dem Laufenden. Da die EKHN in ihrer geographischen Struktur sehr inhomogen ist, denken wir auch an die Regionen, die leider nur sehr schlecht oder gar nicht an den Öffentlichen Personennahverkehr angebunden sind. Nicht zuletzt deshalb wird derzeit auch über die Anschaffung von Job-Rädern beraten.