In der vierten Verhandlungsrunde über die Entgelte der rund 19.000 Beschäftigten in der hessen-nassauischen Kirche konnten die vom vkm entsandten Mitglieder der Arbeitsrechtlichen Kommission Gehaltssteigerungen in einem Gesamtvolumen von 8% durchsetzen.

Das Ergebnis im Einzelnen:

Rückwirkend vom 01.08.2018 erhalten alle Beschäftigten 4,2 % mehr Gehalt. Ab dem 01.01.2020 erhöhen sich die Entgelte um weitere 3,6 %. Zudem konnte erreicht werden, dass auch in Zukunft die Kosten für die betriebliche Altersversorgung vollständig von den Arbeitgebern getragen werden. Somit wurde eine bereits beschlossene Eigenbeteiligung der Beschäftigten in Höhe von 0,2 % noch abgewendet. Die Vereinbarung ist bis zum 31.01.2021 verbindlich.

Mit dem nach zähen Verhandlungen erreichten Ergebnis erklärt sich die Vorsitzende des vkm, Eveline Kunert, als überaus zufrieden.

„Den Vertretern der Dienstnehmer war es“ so erläutert sie hierzu, „besonders wichtig, eine deutliche Verbesserung für sämtliche Beschäftigten durchzusetzen und keine Benachteiligungen einzelner Beschäftigtengruppen, wie dies im öffentlichen Dienst erfolgt ist, zu akzeptieren.“

Hintergrund: Kirchliches Arbeitsrecht

Die Arbeitsrechtliche Kommission (ARK) regelt selbstständig Fragen der Entgelte für die Angestellten in der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN). In ihr sind Dienstgeber der EKHN sowie Dienstnehmer des Verbandes Kirchlicher Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter (VKM) jeweils mit fünf Personen paritätisch vertreten.

Die EKHN beschäftigt unter anderem im Angestelltenverhältnis fast 6000 Erzieherinnen und Erzieher, rund 1.200 Mitarbeitende in Sekretariaten sowie über 650 Frauen und Männer in Krankenpflegeberufen. Für die aktuell rund 1.700 Pfarrerinnen und Pfarrer sowie Kirchenbeamtinnen und -beamte in der EKHN gelten gesonderte Regelungen in Anlehnung an die Besoldung von Beamtinnen und Beamten im Bund.